Nacharbeiten und Fotos

Juli 23, 2007 von evisblog

Es ist mal wieder Zeit fuer einen Metakommentar:

Erstens: Ich bin gesund vom Dschungeltrecking wiedergekommen, bisher relativ Moskitostichfrei und gluecklich.

Zweitens: Grosses Problem: Fotos! Gerne wuerde ich euch welche liefern, da sie die Texte auflockern wuerden und euch auch einen besseren EIndruck vermitteln wuerden, doch mehrere Umstaende hindern mich daran (nicht nur die Tatsache, dass ich heute fast meine Kamera in einem Fluss verloren haette) … vor allem eine Mangelware: Zeit!!! Hochladen, Auswahl treffen etc. … das sprengt meine Lust und auch meine Moeglichkeiten total… komme ja kaum zum schreiben…

Womit wir auch schon bei Punkt drei waeren: Einige Eintraege sind nun leer… ich werde versuchen sie nach und nach mit Inhalt zu fuellen, doch es koennte etwas dauern…. und meine Erinnerung schwimmt grade etwas, was an der Muedigkeit liegen koennte…

Punkt vier: Der Blog wird wahrscheinlich nochmal komplett ueberarbeitet, wenn ich wieder in Deutschland bin – mit Fotos aufgestockt, einige Stadt- und Sehenswuerdigkeitenbezeichnungen nachgereicht oder verbessert etc….

Sorry, wenns hier zur Zeit etwas chaotisch ist, aber zumindest wisst ihr, dass es mir gut geht… Und nach der Pflicht folgt dann die Kuer… jetzt grade mag ich lieber meinen Urlaub geniessen…die Zeit hier vergeht eh viel zu schnell… ich hoffe ihr versteht das :) !!! Aber denke schon…

Ganz lieben Gruss!!!!

Ruessel an Schwanz

Juli 23, 2007 von evisblog

22. Juli

Die Zivilisation hat mich wieder! Nach 2 Stunden mit grauen Riesen durch den Dschungel, einer halben Stunde strammen Fussmarsch, einer einstuendigen Motorbootfahrt und einer 20 minuetigen Fahrt auf dem Lader eines Truck sind wir heute alle wieder wohlbehalten in Chiang Rai in den Genuss einer Klimaanlage und einer warmen Dusche gekommen. Auch der Kontakt zur Aussenwelt ist wieder moeglich wie ihr seht.

Und ich habe definitiv neue Lieblingstiere – Elefanten! Als ich heute morgen nach einer diesmal sehr ruhigen Nacht ein freudiges Gepruste in Flussnaehe hoerte, war ich sofort wach und sprang von meiner Bambusmatte nach draussen! Der erste Elefant war in unserem Lager angekommen. Sein Mahud (keine Ahnung wie man es schreibt) badete ihn grade im Fluss vor unsere Essenshuette. Und er genoss es sichtlich.

Seit diesem Augenblick konnte ich meine Augen nicht mehr von den grauen Riesen wenden, die nach und nach ins Dorf trotteten, gebadet wurden und dann mit Matten und Sitzkoerben bestueckt wurden. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so schnell gepackt und mich fertig gemacht, um wieder raus zu den Elefanten zu kommen.

Fruehstuecken konnten wir aber trotzdem in Ruhe, da wir von unserem Tisch aus, quasi Plaetze in der ersten Reihe hatten. Es kamen sechs Elefanten und ihre Mahuds. Pro Elefant also laut Adam Riese 2 Personen. Tui und unsere Dschungelguides mussten leider laufen… das hatte sie mir schon am Tag vorher gesagt. Und natuerlich durften wir uns auch unseren Elefanten raussuchen.

Sarah – mein Elephantbuddie fuer diesen Tag – und ich entschieden und fuer den groessten Bullen, der als erster ins Dorf getrottet war. Sein Name war Bunschu – der Unterstuetzer. Und natuerlich haben wir ihn sofort mit zwei Buendeln Bananen bestochen. Es ist schon seltsam zwischen 6 grossen (auch wenn thailandische Elfanten zum Vergleich zu afrikanischen Elefanten noch recht klein sind), tonnenschweren Leibern zu stehen, die dennoch so ruhig und zahm sind, dass sie einem alle Angst, aber nicht den Respekt nehmen. So habe ich auch immer schoen mit ihnen gesprochen als ich mich an ihnen vorbei zur Toilettenduschbaracke schlich.

Endlich war es so weit… wir durften aufsitzen. Das Haupthaus des Camps wurde extra auf Elefantenhoehe gebaut, dass heisst es war so hoch auf Stelzen, dass man vom Zimmerboden aus bequem auf den Ruecken des Elefanten steigen konnte. Als die Ruecksaecke unter der Sitzbank verstaut waren, schlichen wir alle also vorsichtig barfuss ueber den Kopf auf den Tragekorb. Die Hoehe jagt einem schon Respekt ein. Und doch ist da wieder das Vertrauen in den Dickhaeuter unter einem, dass er einen schon nicht runterfallen laesst ;)

Nun was soll ich sagen? Da wir den groessten Elefante hatten, waren wir natuerlich auch an der Spitze der Karawane… und es war herrlich… das Geschaukele war eher beruhigend, nur die steilen Bergpfade, die nicht breiter als die Pfade, die wir selbst nur mit Problemen hochgewandert sind, waren dann doch etwas beunruhigend… nicht aber fuer Bunschu… mit einer seelenruhe setzte er einen Fuss vor den anderen, egal ob Stein, Schlamm, Flussbett, Reisfeld oder Matschhang…. nebenher noch einen Snack hier… einen Snack dort… insbesondere die Bambussprossen hatten es Bunschu angetan…

Nun und scheinbar hatten diese es auch unserem Mahud angetan… denn er sprang nach 20 Minuten vom Nacken des Dickhaeuters herunter und schlug sich selbst einen Bambusstamm mit der Machete ab… wir waren also alleine auf unserem hohen Thron. Dee, der Mahud, rief nur… ihr koennt auch auf den Nacken rutschen und Sarah folgte diesem Ruf sofort, waehrend ich noch etwas skeptisch war… mit einem „Dui“, was wir uns bei den anderen Mahuds abguckten, forderten wir den grauen riesen Zwischendurch auf, weiterzulaufen, wenn er mal wieder in die Buesche fuer Futter abdriftete und ich muss sagen, es klappte wirklich gut…

Schliesslich tauschten Sarah und ich dann doch die Plaetze, was eine recht wackelige angelegenheit war, doch ich schaffte es bis zum Nacken und drueckte meine Beine fest gegen die rauhe, ledrige Elefantenhaut, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Waehrend es vorher immer bergaufgegangen war, ging es nun natuerlich steil bergab… ich hatte solche angst, da es nicht wirklich viele Moeglichkeiten gibt, sich festzuhalten, auf so einem Elefanten… doch schliesslich lernte ich auch hier zu vertrauen… Bunschu hielt seinen Kopf so hoch, dass ich nicht runterrutschen konnte und wieder setzte er seine Riesenfuesse so sicher und vorsichtig, dass ich mich langsam entspannte, trotz des Blicks in den Abgrund…

Dennoch war ich froh, wieder auf dem Sessel zu sitzen… unser Mahud hatte mittlerweile die Zeit (ca. eine Stunde) auf dem Boden genutzt um uns eine Sicherheitsstange fuer den Korb zu schnitzen, die er uns stolz ueberreichte… so marschierten wir in der Karawane Ruessel an Schwanz, weiter durch den tiefen Dschungel, durch weite Reisfelder und die Berglandschaft Thailands… es war eine sagenhafte Erfahrung…

Auch wenn meine Beine beim Absitzen zitterten, waere ich doch gerne noch ein wenig weiter auf diese Art und Weise gereist… auch der Abschied mit Tonnen von Bananen von Bunschu viel mir schwer…

Ohne unsere Unterstuetzer liefen wir noch gute 30 Minuten bis zum naechsten Dorf, wo neben einer riesenanaconda, die dutzende Kilos schwer war und mit der man fuer 100 Baht fuer ein Foto posen konnte, unser Mittagessen am Fluss auf uns wartete…

Und es war noch kein voelliger Abschied von den Dickhaeutern, da sich direkt neben dem Restaurant ein weiteres Elfantencamp befand… schliesslich liessen wir sie dann doch hinter uns und setzten unseren Weg eine Stunde per Flachmotorboot fort… die Aussicht am Fluss war unbeschreiblich…

Dumm war nur, dass ich waehrend der Fahrt fast meine Kamera fuer immer verloren haette, da sie aus meiner Tasche in den Fluss rutschte… ehergesagt zwischen Boot und untergrund, was mein Glueck war…. mit grosser Muehe konnten wir sie so noch retten… Ich habe den Schreck aber mittlerweile verarbeitet :)

Nach einer weiteren 20 minuetigen Fahrt auf einem offenen Truck, hatte Chiang Rai und das Golden Triangle Guesthouse uns schliesslich wieder…

Nun wissen wir den comfort des Hauses umso mehr zu schaetzen…

Und natuerlich auch den des shoppens. Vier Maedels, zwei riesige Laeden voll Schuhe… da blueht einem einem das Herz auf… wenn man sich dann noch schoen fuers abendessen stylen kann, bleiben keine Wuensche offen.

Nur sollte man seine Malariapillen nicht auf nuechternen Magen nehmen. Das habe ich an diesem Tag gelernt. Trotzdem konnte ich das gemeinsame abendessen bei sanfter Livemusik noch geniessen. Diesmal sind wir alle ins „Cabbage und Condom“ gegangen… ein Restaurant, dass eng mit der sexuellen Aufklaerungsarbeit in den Hilltribestaemmen verknuepft ist.. so konnte man dort auch kostenlos Kondome mitnehmen – in Thai und in internationaler Groesse… natuerlich war die Box mit den Kondomen in „internationaler“ Groesse schon leer.  Was uns das wohl sagen will? Aber welcher mann moechte schon zugeben, dass er eine „thaigroesse“ braucht?

Natuerlich liessen wir auch diesen Abend in der Teepeebar ausklingen… diesmal aber ohne Deutsche, dafuer mit Jenga und Kartenspielen… (obwohl Karten hier ja offiziell wegen „Gamblinggefahr“ verboten und nicht erhaeltlich sind…. jaja so ist das…)

Dschungelwanderung

Juli 23, 2007 von evisblog

21. Juli

Chiang Rai – ab in den Dschungel

Juli 23, 2007 von evisblog

20. Juli

Chiang Mai

Juli 23, 2007 von evisblog

19. Juli

Chiang Mai

Juli 23, 2007 von evisblog

18. Juli

In Arbeit

Bangkok abbriged – im Gaensemarsch durch die Stadt der Reizueberflutung…

Juli 17, 2007 von evisblog

17. Juli

Tag 2 in Bangkok. Nachts durch einen weiteren Lautsprechermann (der gegen die Uebergangsregierung wetterte) eingeschlaefert, taten das Bueffet (sehr reichhaltig mit westlichen und thailaendischen Koestlichkeiten) und der Kaffee am morgen sehr gut.
Um neun Uhr hiess es (nach dem Auschecken und Koffer in einem Hotelraum stapeln) Abmarsch aus dem Hotelfoyer. Ich dachte dieses Gruppengehabe wuerde mich eventuell sehr stoeren, doch bisher ist dies Gott sei dank nicht der FAll, da ja alle Mitglieder sehr nett sind und es einfach auch mal eine andere Moeglichkeit ist zu reisen… man hat weniger Verantwortung und gleitet einfach dahin und laeuft hinterher.
Hinter Tui muss man uebrigens meist schon etwas schneller hinterherlaufen :) – sie wuselt durch das Grossstadtchaos im Laufschritt und wir 12 hinterher bis sie uns was anderes sagt.
Zunaechst stand eine Boottour durch die Kanaele Bangkoks an… das wasser in den Fluessen ist tiefbraun und doch waschen die Menschen sich und ihre Kleidung in und an den Wasserstrassen… Die Haeuser am Rande der Fluesse variieren von armseligen Baracken auf Stelzen bis hin zu Luxusspas und Privatvillen. Jeder will am Fluss leben – ob arm, ob reich, ob Einheimisch oder Zugezogen….

Tui erzaehlte eifrig, verteilte nebenher Bananen und dann etwas spaeter Brot. Das brot war aber fuer die Fische. Fische? Oh ja… vor einem Tempel sprangen, als man das Brot in die braune Suppe warf, auf einmal hunderte von armlangen, grossen Fischen aus den tiefen hervor und kamen zur Fuetterung. Wir erfuhren, dass sie in diesem Flussarm nicht weggefischt werden, da wir uns in der Naehe eines Tempels befanden und dort wird generell nicht gefischt.
Vom Boot ins Grossstadtgetuemmel zum Blumenmarkt. Die Reichhaltigkeit an Blumen und Fruechten und die filigranen Gestecke sind ueberwaeltigend. Tui haelt zwischendurch an, erklaert, redet mit den Einheimischen, kauft verschiedene Fruechte zum probieren und demonstriert einheimische Medizinprodukte… natuerlich immer mit einem Laecheln im Gesicht. Seltsam ist, das wir auch ueberall sehr freundlich begruesst werden. Selbst als wir durch die Kanaele fuhren winkten uns die Einheimischen von selbst zu und fingen an zu laecheln, sobald sie uns sahen. Dabei haette ich gedacht, dass man hier nicht so gut auf Touristen zu sprechen ist, grade da es so viele gibt, die dann auch noch ihre Privatsphaere stoeren. Aber Thailand gilt wohl nicht umsonst als das Land des Laechelns :) .
Die letzte Station war der Wat Po Tempel mit der zweitgroessten liegenden Buddhafigur (sie ist 46 Meter lang). Der goldene Korpus ist schon recht imposant. Natuerlich sind Schuhe vor Betreten des Tempels auszuziehen (ich muss mir definitiv noch Slipper kaufen – aber die gefakte Ware – wie coma (fuer Puma) – wartet schon auf mich :) . Es ist ein Shoppingparadies.
Deshalb sind wir nach dieser Kulturtour nun auch wieder in der KhaoSanroad. In ca. 2 Stunden werden wir uns wieder treffen um uns auf den Weg zu unserem Nachtzug nach Chiang Mai zu machen. Ich bin mal gespannt…
Hier in Bangkok denke ich immer, dass ich diese Grossstadt noch in den letzten Tagen voll entdecken kann, da wir mit der Gruppe wieder am 15. Tag hier ankommen und ich dann nochmal 4 volle Tage hier habe… sonst waere ich natuerlich jetzt grade wieder auf Sightseeingtour (einige sind grad im Grand Palast)… aber nach all den Tagen der unzaehligen Eindruecke tut es auch mal gut, kleine Pausen einzulegen…

Lang lebe der Koenig …

Juli 16, 2007 von evisblog

16. Juli

Hach ja… ich bin schon ein kleiner Morgenmensch mittlerweile… wer wuenscht sich nicht um 4:30 nach 4 Stunden SChlaf aufzustehen, zu packen und zum Taxi zum Flughafen zu laufen….

Aber Gott sei Dank klappte auch heute wieder alles problemlos. Kein Stau auf dem Weg zum Flughafen, deshalb schon eine dreiviertelstunde spaeter (statt sonst weit ueber einer Stunde) vor Ort, Einchecken, Fruehstueck bei Starbucks, Securitycheck, rein in den Flieger…

Und an dieser Stelle muss ich einmal Thai Airways loben. Sehr geraeumige, bequeme Sitzplaetze, nettes Personal, gutes Essen (fuer einen drei-Stundenflug haben wir eine volle Mahlzeit bekommen), gutes Musikprogramm… so laesst es sich aushalten…

 Was mich erwarten wuerde in Thailand wusste ich noch nicht… ich war nun schon ein wenig gespannt… denn viel Zeit mich vorzubereiten hatte ich nicht…
Als unser Flugzeug an den Terminal andockte, war das erste was ich lesen konnte: Long live the King! Und ich dachte an Werbung… einen Scherz… doch dann fiel mir ein: Ach, ja… hier wird der Koenig wirklich verehrt… etwas gegen ihn zu sagen, ist sogar strafbar… nun so begruesste mich Thailand…
Da war ich nun am Flughafen… (uebrigens ein ganz neuer – und eine riesige Anlage mit schoenen traditionellen Verzierungen und Statuen ueberall)… Bargeld fuers Taxi waere schonmal gut… also zur ATM-Maschine – eigentlich wollte ich um die 100 Euro abholen, aber der Hoechstbetrag, den man abholen konnte, waren 25 Euro… spaeter wurde mir auch klar warum… alleine mit diesem Betrag fuellen schon 20 Scheine das Portomonaie.
Gut informiert wusste ich, dass unten im 1. Level die Public Taxis in die Stadt abfahren. Eine Busfahrt wollte ich mir noch nicht zumuten und die Fahrt wuerde auch nur ca. 8 Euro kosten. Einmal im Taxi, meinte der Fahrer zu mir: 450 Baht for the Trip? Und ich antwortete nur: Please use your Taximeter! Im Endeffekt stand der Taximeter bei 213 Baht als wir am Hotel ankamen und selbst mit den obligatorischen 50 Baht Flughafengebuehr kam ich so wesentlich guenstiger weg. Man muss hier wirklich aufpassen!
Der Taxifahrer hatte (wie das Klischee es verlangt) ein Buddhaamulet und Blumen vom Rueckspiegel baumeln und die Decke verzierte ein goldenes Ornament.
Auf der Fahrt zum Hotel fiel mir bereits auf, dass viele Leute gelbe T-shirts trugen. Erst dachte ich an eine Tourigruppe, bis ich sah, dass nur Thais gelbe T-shirts trugen und zwar zu 90% … genau wie mein Taxifahrer, der auch in knatschgelb vorne sass.. dann sah ich die riesigen Bilder und Monumente fuer den Koenig ueberall und fuegte eins zu eins zusammen. Es war eine Verehrung fuer den Koenig. Meine Gruppenfuehrerin erklaerte spaeter, dass dieses jahr zum 60. Thronjubilaeums des Koenigs jeden Montag (weil der Koenig montags geburtstag hat) jeder ein gelbes T-shirt zur Verehrung tragen muss und dass schon seit dem 9. September letzten Jahres. Falls es nicht moeglich ist, gibt es ersatzweise (oder zusaetzlich) auch gelbe Armbaender mit „long live the king“…
Mein Hotel, das Royal Hotel, ist eins der aeltesten Hotels hier in Thailand (es hoert wohl auch hier in Thailand nicht mit den staendigen Superlativen auf ;) ). Es ist von der Ausstattung aber eher die Mittelklasse, auch wenn es einen Pool besitzt. Die Raeume sind simpel aber sauber. Doch erstmal bis zum Raum kommen… (der Lonleyplanet schreibt, dass sie noch nie das Hotel sichten konnten, da es imer ausgebucht sei – ich weiss nun auch warum: es wird scheinbar immer fuer Gruppentouren genutzt – unten im Foyer gibt es sogar einen GAP-Adventure-Stand).
Zunaechst musste ich zu meiner Gruppenfuehrerin, die im Buero im dritten Stock des Hotels sein sollte. Sie war aber nicht da, genausowenig wie meine zukuenftige Mitbewohnerin des Hotelzimmers, aber trotzdem schloss man mir die Tuer auf und ich machte mich dann auf den Weg nach einem Internetcafe (sehr nett war, dass sie mir im Hotel sagten, dass das Hotelinternetcafe voellig ueberteuert sei und ich lieber in der KhaoSanroad schauen solle…).
Das Zurechtfinden war mittlerweile kein Problem und auch die Hitze nicht.. scheinbar kann man sich wirklich daran gewoehnen… doch der groesste Schock waren die Touristenscharen fuer mich. Sehr lustig ist, dass hier ganz viele „alternative“ TOuristen sind, die allerdings doch alle gleich aussehen. Auf der Strasse lassen sie sich dread locks flechten und schlurfen in ihren Schlappen umher. Ein seltsames Bild – vor allem wenn man aus dem Touristenarmen Taiwan kommt.
Zurueck im Hotel lernte ich auch meine Zimmernachbarin Stephanie kennen. SIe kommt aus Kanada ist 22 und sehr nett. Da sie sich noch nicht in der Stadt umgeschaut hatte, zogen wir nochmal gemeinsam zur Khao San road. Die bunten Geschaefte und der Trubel glitten aber mehr an uns vorbei, da die Muedigkeit (bei mir durch Schlafmangel bedingt, bei ihr durch den Jetlag), doch ihren Tribut fordert.
Dunkele Wolken und ein starker Wind kuendigten gegen fuenf bereits starken Regen an, so dass wir uns schnell auf den Weg zurueck zum Hotel machten, doch es war eine Minute zu spaet. Waehrend es zunaechst begann zu troepfeln, fing es ungefaehr 200 Meter bevor wir den Hoteleingang erreichten an zu schuetten… dermassen zu schuetten, dass wir trotz regenschirm innerhalb von 30 Sekunden bis zu den Knochen nass waren…
Aber gut… muss man ja auch mal erlebt haben ;) . Um sechs war das erste Treffen mit allen Gruppenteilnehmern und Tui unserer thailandischen Fuehrerin. Die Gruppe ist wirklich ein netter bunter Haufen bestehend aus 12 Personen – 3 Kanadier, 2 Australier (ein aelteres Paerchen), 5 Briten, 1 Amerikanerin und mir. Neben den Australiern und 2 der Briten sind alle alleinreisende, alle um die 20. Das ist sehr angenehm.
Tui ist auch sehr nett und lustig.. sie erklaerte an dem Abend den ganzen Trip, von dem wir zwar 90 % wieder vergessen haben, doch es war trotzdem nett ihr zuzuhoeren.
Um des Groupspirit Willen, sind wir (freiwillig :) ) abends alle (10 von 12) noch zusammen essen gegangen. Ein irisher Pub auf der Khao San Road mit Thaifood diente unserer Geselligkeit und es war schoen mal nicht mehr alleine auf Essensuche zu gehen…

Morgenstund hat Gold im Mund…

Juli 16, 2007 von evisblog

15. Juli 2007 

… zumindest haette ich mir das heute fuer den Megafonmann gewuenscht… aber dem war leider nicht so…

Nun der Hoehepunkt jeden Besuches des Alishan Nationalparks mit seinen schoenen Bergen und Landschaften ist der Sonnenaufgang ueber dem Wolkenmeer. Nun leider ist so ein Sonnenaufgang damit verbunden, dass er meist sehr frueh stattfindet….

Und wann mussten wir also aufstehen? Um drei uhr… nein nicht drei uhr nachmittags! Drei Uhr morgens… Fuer einen SOnnenaufgang? Nun es ist so Tradition…

Und man ist auch nicht allein…. das ganze Alishantouristenvolk pilgert mit einem zur Bergbahn, die einen zur Aussichtsplattform bringt. Und wenn ich das ganze Alishantouristenvolk sage, so stelle man sich um halb vier morgens mehrere hundert Taiwanesen und Japaner mit Kameras und dicken Wolljacken bewaffnet vor, die sich mit einem in eine enge nostalgische Bahn quetschen, um ein Wunder der Natur zu erleben.

Sonnenaufgaenge stelle ich mir immer sehr romantisch vor… nun auf dem Alishan ist er auch sehr romantisch… ja waere da nicht…. waere da nicht der Megafonmann und der Menschenandrang.

Christian und ich hatten uns schon bei unserer Ankunft um halb fuenf einen Logenplatz gesichert (sonnenaufgang war erst um halb sechs). Langsam fuellte sich die Plattform (es gab mehrere) und dann als es hell wurde, kam er… der Megafonmann….

Um zwanzig vor fuenf begann er durch ein Megafon in voller Lautstaerke lustige witze und sinnlose Hinweise – z.B.:  jetzt noch nicht fotografieren es ist noch dunkel – (auf Chinesisch wohlgemerkt) zu erzaehlen und die Menschenmasse lachte auch noch….  Und er erzaehlte… und erzaehlte…

Ah er steigt vom Stuhl! Jipeeh… Ruhe… Natur…. der Sonnenaufgang… Oh nein! Megafonmann ist zurueck… zu dem Zeitpunkt wurde ich dann doch ein wenig aggressiv… doch Megafonmann liess es sich nicht nehmen, das ganze romantische Spektakel zu kommentieren… ach ja… Sonnenaufgang und Lautsprecherdurchsagen und Menschenmassen… Romantik pur….

Was sonst noch an diesem Tag geschah wird an dieser Stelle bald aktualisiert

Alishan wir kommen

Juli 16, 2007 von evisblog

14. Juli 2007

Morgens ging es wieder frueh los… designiertes Ziel: Alishan. Treffpunkt mit 4 befreundeten Chinesen (die schon eine Stunde vor der verabredeten Zeit anriefen und fragten, wo wir den seien) : 8:50 Uhr – Chiyai HBF. Transportmittel: Die Alishanbergbahn. Fahrtzeit: 3,5 Stunden von 30 Hoehenmetern auf ueber 2000 Hoehenmeter hoch.

Die Zeit im Zug konnte ich gut nutzen um Leroy, seine Freunden und seinen Zimmerkollegen und einen Freund naeher kennezulernen, so wie die Umgebung zu betrachten. Vom tropischen Regenwald, kommt man erst in einen Subtropischen Regenwald und dann in aehnliche Waldstrukturen wie wir sie kennen. Man hat auch wirklich Zeit zum schauen, da die sehr urig anmutende, und auch ruckelige, schaukelige Bahn sehr sehr langsam den Berg hinauf schleicht. Man hat so alle Gelegenheit die Bambuswaelder, Bethelnussbaeume und Teeplantagen draussen anzusehen… Unterwegs wird man noch mit „dem besten Lunchpaket Taiwans“ (Superlativen….) versorgt… Eine Holzbox mit Reis und ganz viel Fleisch und ein wenig suessem Gemuese.

Da die Eisenbahnstrecke oben bei Alishan durch einen Erdrutsch zerstoert wurde, muss man das letzte Stueck zum Nationalpark per Bus zuruecklegen…. Und wer war die letzte die von der Pinkelpause hocheilte? Natuerlich wieder die Deutsche….. *beschaemt guck*… diese Squattoiletten sind aber auch gewoehnungsbeduerftig…

Unsere Unterkunft in Alishan, war simpel, doch praktisch. Wir hatten ein Zimmer fuer zwoelf in der katholischen Kirche vor Ort gebucht (das guenstigste, was es dort oben gibt), das mit 3 Doppelhochbetten ausgestattet war. So hatte jeder quasi ein ganzes Doppelbett fuer sich und zwei Duschen fuer uns 6 Leute gab es auch. Wie gesagt: SImpel doch praktisch.

Und was macht man nun in Alishan? Richtig… wandern…! Wozu faehrt man sonst auf die Berge…. (gut ausser um den beruehmten Sonnenaufgang  ueber dem Wolkenmehr zu sehen). So stiefelten wir 6 los. Nun eine Strecke, die man mit forschem Schritt in vielleicht zwei stunden zuruecklegen kann haben wir in 4,5 bewaeltigt….

Diesmal war nicht die Hitze schuld (oben auf dem berg war es naemlich schoen kuehl … (eine wahre Wonne, nach so viel Sonne :) …)  so dass wir schon die Pullis rausgeholt haben… auch wenn es immernoch 20 Grad waren….). Sondern unser Paerchen verlangsamte das Ganze erheblich. Nun gut…. so hatten wir mehr Zeit uns die riesigen Baeume, die legendaeren Teiche (wo sich angeblich einmal zwei Schwestern aus Liebeskummer ertraenkt haben) und zauberhaft verformten Baumstuempfe anzuschauen (es sollen sogar dort Fabelwesen kopulieren, wenn man seine Fantasie genug befluegelt… pfui… sowas)…

Uebrigens ist das wandern  nicht ein wandern im deutschen sinne… mehr ein Spazierengehen mit anderen Touristenschwaermen auf gepflasterten Wegen und Treppenbauten. Und einige der Touristen tragen sogar Stoeckelschuhe,…. so viel zum Wandern…

Trotzdem macht die Bergluft hungrig… als abendessen waehlten wir zu sechst einen Hotpot mit 5 Nebengerichten – das teilen des Essens ist immer sehr gesellig und auch praktisch, da man ja alles probieren kann und nicht nur auf ein Gericht fixiert ist.

Tja und dann sind wir auch schon ins Bett – um sieben Uhr abends… nein das ist kein scherz… warum? Nun…. wir mussten frueh raus… und wenn ich diesmal frueh sage, meine ich auch frueh… quasi um eine Zeit, zu der ich sonst ins Bett gehe….